DORA / Google Cloud

The ROI of AI-Assisted Software Development

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2026
Methodik
Konzeptionelles Rahmenwerk mit ROI-Beispielrechner (500 FTE, 176.000 USD Vollkosten/Person), gestützt auf die DORA-Umfrage 2025 mit über 5.000 Tech-Profis. Selbstauskunft, keine Telemetrie. Veröffentlicht Februar 2026 von Nathen Harvey und Team.
Kernaussage

39% ROI im Beispielmodell – aber Software Delivery Instabilität steigt mit, wenn die Engineering-Basis nicht stimmt.

Zusammenfassung

Der Report liefert ein praxisnahes Rahmenwerk, mit dem Ihr den finanziellen Nutzen von KI in der Softwareentwicklung sauber berechnen könnt. Kernthese: KI ist ein Verstärker. Sie macht starke Engineering-Organisationen schneller – und schwache ineffizienter. Ein Beispielmodell rechnet 39% ROI im ersten Jahr und acht Monate Amortisation, eingebettet in eine sogenannte J-Kurve: Erst gibt es einen Produktivitätseinbruch, dann steigt der Wert. Der Report wird in der Fachwelt kritisch diskutiert: David Denton, Sergio Visinoni und Faros AI weisen darauf hin, dass die Annahmen zu Lizenzkosten knapp kalkuliert sind und Telemetrie‑Daten ein deutlich nüchterneres Bild zeichnen.

Zahlen, Daten, Fakten

1

Modellrechnung im Report: 39% ROI im ersten Jahr und etwa acht Monate Amortisation – ausdrücklich als „High-Uncertainty Estimate“ gekennzeichnet.

2

Die J-Kurve: Vor den Gewinnen kommt der Einbruch – durch Lernkurve, Verifikations-Steuer (Reviews) und Anpassung der Pipelines. Wer in der Delle die Finanzierung stoppt, verliert die Investition.

3

Stärkster Effekt von KI-Adoption laut DORA-Daten 2025: gefühlte individuelle Effektivität. Zweitstärkster Effekt: Software Delivery Instabilität – ein unerwünschtes Ergebnis (Figur 4).

4

Kostenannahmen im Beispiel: 250 USD Lizenz + 80 USD zusätzliche KI-Kosten pro Person/Jahr. Kritiker (Denton, GitHub Copilot Wechsel zu Usage-Pricing am 1. Juni 2026) halten diese Werte für deutlich zu niedrig.

5

Gegenstudie Faros AI (Telemetrie statt Umfrage, 22.000 Entwickler:innen): +51% PR-Größe, +28% Bugs pro PR, 3x mehr Incidents pro PR – Engineering-Reife schützt nicht automatisch.

Was bedeutet das für die Energiewirtschaft?

Software-Teams gibt es in fast jedem Energieunternehmen – ob im Kundenportal, in der Abrechnungs-Anpassung, in der Datenintegration oder im Smart-Meter-Backend. Für diese Teams ist der Report direkt anschlussfähig: KI verstärkt Eure Engineering-Kultur. Mit sauberer CI, automatisierten Tests und kleinen Releases macht KI Euch nachweisbar schneller. Ohne diese Basis schiebt Ihr nur mehr Code in eine brüchige Pipeline – und die Instabilität trifft direkt Kundenportal, Abrechnung oder Messdaten-Flow. Die J-Kurve gehört in jede Budgetzusage: 10–15% Delle für 3 Monate ist normal, nicht das Scheitern des Projekts.

Was sollten Unternehmen aus der Energiewirtschaft jetzt tun?

  • 1 Etabliert die vier DORA-Kennzahlen (Lead Time, Deployment Frequency, Change Failure Rate, MTTR) als Baseline, bevor Ihr KI-Tools für Euer Software-Team einkauft.
  • 2 Stärkt automatisierte Tests und CI vor dem KI-Rollout – ohne diese Basis verstärkt KI Eure bestehenden Engpässe statt sie zu lösen.
  • 3 Trennt in Reportings „gefühlte Produktivität“ (Self-Report Eures Teams) von gemessenen Liefer- und Fehlerraten – beides ist relevant, aber nicht dasselbe.
  • 4 Prüft bei externen Software-Lieferanten (CIS, Abrechnung, ERP, Portale) deren KI- und Engineering-Reife – instabile Releases bei Eurem Dienstleister werden zu Euren Störungen.
Martin Lohmann

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